Wander- und Kulturprogramm

Der Turngau Rems - Murr bietet ein vielfältiges Wander- und Kulturprogramm für seine Mitglieder.
Programm 2017

Stadtführung Plochingen

Plochingen, am Fuße der Schwäbischen Alb und am obersten Neckarhafen gelegen, ist mit 14 000 Einwohner eine kleine aber auch sehenswerte Stadt, was auch die 18 Teilnehmer mit kundigen Stadtführer Herr Leibbrand feststellen konnten.

Besonders sehenswert: Das Rathaus und sein gegenüber, der Gasthof Grüner Baum mit dem Glockenspiel, sowie die Ottilienkapelle und das Hundertwasserhaus mit seinem die Stadt überragenden Regenturm.

Mit der Einkehr im Gasthaus Bären wurde der Besuch in Plochingen beendet.
So 8.10.2017 Erich Wegscheider

Auf dem Uracher Wasserfallsteig

Auf dem Uracher Wasserfallsteig - Deutschland schönstem Wandersteig 2016

Bei schönstem Herbstwetter begannen die acht Wanderer vom großzügigen Parkplatz im Maisental den abwechslungsreichen Aufstieg zum Uracher Wasserfall. Zuerst entlang einem murmelnden Bach, dann immer den Blick auf das herabstürzende Wasser. In zahlreichen Serpentinen ging es hoch zum Ausgangspunkt des Wasserfalls.
Danach folgten schöne Aussichtspunkte ins Tal, auf die Stadt Bad Urach, die Ruine Hohenurach und die senkrecht abfallenden Rutschenfelsen. 
Dort trafen wir sogar Kletterer.
Am Fohlenhof konnten die jungen Pferde bestaunt werden. Nach dem Mittagessen führte der Weg wieder abwärts, vorbei an den Gütersteiner Wasserfällen. Der hohe Kalkgehalt hat hier zu interessanten Wasserrinnen geführt.
Im Maisental angekommen konnte die sehr interessante und abwechslungsreiche Tour bei Kaffee und Kuchen abgeschlossen werden.
Länge: 10 km mit 510 m Auf- und Abstieg
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Herzlichen Dank an Gisela und Martin Lang für die gute Vorbereitung und Führung!

Besuch des Landtags Baden-Württemberg

Stuttgarts OB Fritz Kuhn hätte seine Freude an den 42 Besuchern, die Fachwart Erich Wegscheider mitbringt: Sie reisen aus dem Rems-Murr-Kreis per S-Bahn an. (Die Themen Feinstaub, Fahrverbot, Fahrradfahren und öffentlicher Verkehr spielen ja in der Landeshauptstadt Hauptrollen.)

Vom Hauptbahnhof aus – richtig, noch nicht der berühmt-berüchtigte S-21-Tiefbahnhof – führt Wegscheider die Gruppe durch den Schlossgarten („unter uns der Nesenbach, um uns herum Kulturstätten wie die Staatstheater, der Schlossplatz mit der Jubiläumssäule, das Neue Schloss und der Landtag“) zu letzterem: Empfang um 10.15 Uhr samt Einführungsvortrag, und ab 11 Uhr Teilnahme an der 39. Plenarsitzung des 16. Landtags von Baden-Württemberg.

Im neueröffneten Bürger- und Medienzentrum geben wir unsere Taschen, Rucksäcke und Hüte ab, dann werden wir aufs Organisatorische eingestimmt. Plenarsitzungen finden monatlich an zweieinhalb Tagen statt. Zum großen Plenarsaal  gesellen sich im Haupt- und Obergeschoss kleinere Säle für Fraktions- und Ausschusssitzungen sowie Arbeitsräume der Fraktionen, der Landesregierung und der Landtagsverwaltung. Platz für Besucher und Medienvertreter ist auf einer Empore, drei Stockwerke über dem Plenarsaal. Hier dürfen wir weder Beifall klatschen noch Buhrufe ausstoßen – das ist allein den unten sitzenden Politikern vorbehalten.

Direkt unter uns die fünf Fraktionsblöcke der Grünen, CDU, AfD, SPD und FDP/DVP mit ihren insgesamt 143 Abgeordneten. An einem Sitzplan orientieren wir uns, welcher Parlamentarier wo sitzt. Anders als im Fernsehen können wir so beobachten, ob die von uns Gewählten (oder auch nicht) anwesend sind – grundsätzlich besteht Anwesenheitspflicht –, wie sie sich an ihrem Platz verhalten und nach vorn zum Rednerpult begeben und zurück.

Links und rechts neben dem Rednerpult befinden sich Plätze für Stenografen, die mit über 400 Silben pro Minute (!) die Rede, Zurufe und Beifallsbekundungen fürs Protokoll festhalten und sich fliegend abwechseln. Tritt ein neuer Redner ans Pult, wird ihm oder ihr ein Glas Wasser hingestellt. Die Redezeiten sind vom Präsidium festgelegt, zum Beispiel fünf oder zehn Minuten je Fraktion. Hinter dem Redner passen die Präsidentin (derzeit Muhterem Aras) oder ihr Stellvertreter sowie Schriftführer, Verwaltung und ein Direktor auf, dass alles regelrecht abläuft. Auf den Regierungsbänken links und rechts des Präsidiums entdecken wir bekannte Persönlichkeiten, darunter Ministerpräsident Winfried Kretschmann und seinen Stellvertreter Thomas Strobl.

Die Tagesordnung für die Sitzung am 19. Juli (terminiert von 10 bis 17.35 Uhr) haben wir in der Hand. In unserer Besuchszeit von 11 bis 12 Uhr nehmen wir teil an sogenannten „aktuellen Debatten“, das sind Grundsatzdiskussionen mit lebendigem Hin-und-Her, zu den Themen „Innovationen made in Baden-Württemberg: 200 Jahre Fahrrad“, beantragt von der Fraktion der Günen, und „Die Neuerfindung und Transformation der Mobilität: Herausforderung und Chance für das Autoland Baden-Württemberg“, beantragt von der CDU-Fraktion.

Ohne hier auf Einzelheiten einzugehen, kommen die bekannten Argumente zur Sprache: für und wider das Fahrradfahren (Stuttgart will sich ja zu einer Fahrradhochburg mausern!?) bzw. für oder gegen die Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung (sprich autonomes Fahren) im auf die Autoindustrie angewiesenen Baden-Württemberg. Ein Tipp für jene Leser, die’s genau wissen wollen: Sie können das Plenarprotokoll von der Landtags-Website herunterladen: von www.landtag-bw.de, Dokumente, Plenarprotokolle – wie überhaupt erwähnenswert ist, dass alle Plenarsitzungen öffentlich sind und die Tagesordnungen sowie Protokolle über die Website von jedem abgerufen werden können.

Während aktuelle Debatten – also: Grundsatzdiskussionen ohne Abstimmungen – für uns Besucher quasi die Würze sind, wird die „eigentliche Arbeit“, die Beratung und Beschlussfassung für Gesetze, im Anschluss gemacht. An unserem Sitzungstag sind das laut Tagesordnung Fischereigesetze, der ländliche Raum und Verbraucherschutz, der  öffentlichen Personennahverkehr und das Finanzausgleichsgesetz, der Steuersatz für die Grunderwerbsteuer und die Einstufung Gambias und weiterer Staaten als sichere Herkunftsländer. Allerdings ohne uns, denn …

… leider ist unsere Zeit auf der Besuchertribüne ausgerechnet zu Ende, als Ministerpräsident Kretschmann beim Thema „Autoland Baden-Württemberg“ zum Rednerpult aufgerufen wird. Nun ja, ich kann ja ein andermal wiederkommen und mich dafür anmelden unter Telefon 0711-2063-228 oder eMail bsd@landtag-bw.de, siehe auch auf der Website (unter Besucher, Teilnahme an einer Plenarsitzung). Empfehlenswert ist die Broschüre „Willkommen im Landtag“, die man unter Dokumente, Informationsmaterial auch als PDF-Dokument einsehen kann.

Schließlich ein Dankeschön an unseren Organisator Erich Wegscheider und an den SPD-Landtagsabgeordneten Gernot Gruber, der unseren Besuch tatkräftig und finanziell (mit einem schwäbischen Mittagessen) unterstützt hat. Er hat ein Zweitmandat im Wahlkreis Backnang, ist gebürtiger Murrhardter und wohnt seit 1991 in Backnang, ist also ein „echter Insider“. Er absolvierte mit uns, nach einer Begrüßung durch den Präsidenten des Schwäbischen Turnerbunds, Wolfgang Drexler, eine Gesprächsrunde, die ruhig etwas länger hätte dauern können.
Erich Fritz

Konzert in der Liederhalle

Es ist schon Tradition, dass im Wander- und Kulturprogramm jedes Jahr ein Mittagskonzert  mit dem Radio-Sinfonieorchester des SWR enthalten ist.

Deshalb machten sich am 22.6.2017 sechzig Teilnehmer trotz drückender Hitze zur Liederhalle mit der S-Bahn oder dem eigenen Auto nach Stuttgart auf.

Der Beethovensaal der Liederhalle war voll besetzt, darunter auch einige Schulklassen, die sich im Rahmen des Musikunterrichts intensiv auf das Konzert vorbereitet hatten. Da das Konzert live im Hörfunk übertragen wurde, war das Orchester bereits kurz vor 13 Uhr auf dem Podium und hatte seine Instrumente gestimmt. Einige Sekunden vor dreizehn Uhr wurde das Hörfunk–Programm akustisch in den Saal eingeblendet und die Moderatorin Kerstin Gebel begann nahtlos mit ihrer Ansage. Sie gab einige Erläuterungen zum Programm, zu Geschichten hinter der Musik, gewürzt mit Anekdoten über die Komponisten.

Auf dem Programm stand zuerst das Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 B-Dur KV 207 von Wolfgang Amadeus Mozart mit der Geigerin Antje Weithaas unter der Leitung des Dirigenten Antonello Manacorda.

Dieses Violinkonzert entstand im Frühjahr 1773 auf einer Italienreise Mozarts; es wurde am 14. April 1773 fertiggestellt. Er schrieb es als Siebzehnjähriger. Einflüsse von Vivaldi und Tartini mischen sich mit Mozarts eigener Sprache zu einem formvollendeten Werk.

Die Geigerin Antje Weithaas beeindruckte durch ihre souveräne Spielweise.
Dies wurde am Ende durch langanhaltenden Applaus belohnt.

Anschließend spielte das Orchester die Sinfonie h-moll D 759 (Unvollendete). Hierzu einige Anmerkungen, wie sie von der Moderatorin angesprochen wurden:

Unvollendeten Werken haftet ein Mythos an und die Spekulationen blühen – vor allem, wenn die Entstehungsgeschichte im Dunkeln liegt. Wollte Schubert seine h-moll-Sinfonie in zwei Sätzen lassen? Dagegen spricht ein Skizzenentwurf zum dritten Satz, der 1897 im Druck erschien. Wie auch immer, überliefert sind zwei vollständig instrumentierte Sätze, die heute als eigenständige Sinfonie  aufgeführt werden und in eine neue Welt führen, eine Welt des Erzählens, der Sehnsucht und des Weltschmerzes mit Rissen und Sprüngen unter der scheinbar heilen Oberfläche.

Das Orchester und der Dirigent wurden mit langanhaltendem Beifall bedacht.

Anschließend ging es aus dem wohl temperierten Saal wieder in die Hitze der Stadt und man konnte sich zum Beispiel bei einem Eis etwas Abkühlung verschaffen, bevor der Heimweg angetreten wurde.

Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung, verbunden mit der Vorfreude auf das Konzert im nächsten Jahr.

Gerhard Storz

Wanderung Spiegelberg am 25.04.2017

Mit leider nur 6 Teilnehmern, bei idealem Wanderwetter (ohne Regen) starteten wir am Rathaus in Spiegelberg. Wir gingen über den Winterseitenweg zur Hüttenwaldschlucht, über einen schmalen steilen Pfad an Felsüberhängen vorbei und über Natursteinbrücken bis zum Parkplatz Zollstock. Nach einem kleinen Anstieg erreichten wir den Juxkopf auf einer Höhe von 533 m. Wir bestiegen den 22 m hohen Turm von wo wir einen herrlichen Rundblick über den Murrhardter und Mainhardter Wald hatten. Nach einer kleinen Stärkung in der Hütte setzten wir unsere Wanderung über die Nassacher Höhe und ein längeres Stück durch den Wald bis nach Jux fort, wo uns unsere Turngaupräsidentin Gislind Gruber-Seibold mit Ihrem Besuch überraschte. Im Gasthaus Löwen legten wir dann, bei gutem Essen, unsere wohlverdiente Mittagspause ein. Gut gestärkt ging es dann bergab über einen schmalen Pfad zu unserem Ausgangspunkt.
Gisela Lang

Laufen und genießen

Laufen und genießen
lautete das Motto vom AOK Frauenlauf 2017, auf der Messe in Stuttgart. Nach sechswöchiger Trainingsvorbereitung reihten sich die motivierten TSV Frauen in das Läuferfeld ein und wurden von der Gruppendynamik mitgerissen. Glücklich, zufrieden und stolz auf ihre Leistung konnten sie anschließend die Köstlichkeiten auf der Slow Food Messe genießen. Zur Überraschung aller wurde die Gruppe auch noch als das größte Walking Team mit einem Gutschein der Brauerei Dinkelacker belohnt. Durch einen Spendenbeitrag der Läuferinnen kann auch in diesem Jahr wieder das Städtische Frauenhaus / Frauen helfen Frauen e.V. mit 2000€ unterstützt werden. Herzlicher Dank gilt dafür allen Läuferinnen der TSV Turnabteilung. Nach dem Lauf ist vor dem Lauf, heißt es, also auf geht’s und fit bleiben. Beste Möglichkeiten dazu bietet der TSV Lorch.
www.facebook.com/tsv.lorch.turnabteilung

Besuch Fa. Kärcher

Werksbesichtigung bei der Fa. Kärcher in Winnenden im Rahmen des Wander- und Kulturprogramms 2017 des Turngaues Rems-Murr

Dreißig Damen und Herren aus verschiedenen Vereinen des Turngaues Rems-Murr unter Leitung von Erich Wegscheider trafen sich am Mittwoch, 15. März 2017 am Kärcher-Stammsitz in Winnenden zu einer informativen Werksführung.

Es begann mit einem obligatorischen Gruppenbild vor der Hauptverwaltung Kärcher. Anschließend begab sich die Gruppe zu Kaffee, Getränken und Butterbrezeln in das Kasino, wo ein PR-Mitarbeiter die Firmengeschichte präsentierte. Dabei wurde deutlich, dass sich die Firma von kleinen Anfängen in den 1920er Jahren zu einem weltweit agierenden Innovationsführer auf dem Gebiet der Reinigungstechnik entwickelt hat. Auch im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich „kärchern“ in Frankreich, Österreich und Deutschland durchgesetzt. Die Firma Kärcher ist bis heute ein reines Familienunternehmen.

Bei der anschließenden Werksführung in zwei Gruppen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Produktionslinien für Hochdruckreiniger und Scheuersaugmaschinen für den gewerblichen und industriellen Einsatz kennen lernen. Im Stammsitz Winnenden sind ca. 3000 Beschäftigte tätig. Mit jährlich 4 Millionen gefertigten Geräten ist das Werk Oberes Bühlertal in Obersontheim der größte und modernste Standort des Unternehmens. Von dort kommen viele Einzelteile nach Winnenden, um hier fertig montiert zu werden.

Auch die Kunststoffteilefertigung wurde besichtigt, alle benötigten Teile aus Kunststoff werden von komplizierten Fertigungsrobotern hergestellt und zusammengefügt.

Das Museum zeigt den Werdegang der Firma von den ersten Anfängen bis hin zu modernsten Hochdruckreinigern; in den Kriegsjahren wurden auch mal Kanonenöfen oder Kinderspielzeug gefertigt. Dann konnte im Kundencenter noch jeder sein entsprechendes Gerät erwerben. Nach Ende der Führung wurde die Gruppe ins Kasino geleitet, wo aus vier verscheidenden Speisen das Mittagessen ausgesucht werden konnte. In entspannter Atmosphäre klang dieser Tag aus; zum Abschluss erhielt jede und jeder noch das Gruppenbild überreicht.

>Eine Veranstaltung des Turngaues Rems-Murr, die bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr großen Anklang fand!<

H. Ritter

Ansprechpartner

Fachwart Kultur
Erich Wegscheider

Stuttgarter Str. 45a
71522 Backnang
Tel. 07191-63233

Fachwart Natursport/Wandern
Martin Lang

Rechbergstraße 7
71576 Burgstall
Tel. 07191-66536
E-Mail natursport(at)turngau-rm.de