Schwäbischer Turnerbund arbeitet am erfolgreichen Turn- und Sportverein der Zukunft

Innenminister Thomas Strobl: "Die ehrenamtlich Engagierten im STB sind die Stütze unserer freien Gesellschaft. Sie sind die Heldinnen und Helden unserer Zeit"

Rund 300 Delegierten haben bei der Mitgliederversammlung des Schwäbischen Turnerbunds im Turngau Staufen über die Zukunft des Sportvereins 2030 diskutiert. Der größte Sportfachverbands Baden-Württembergs mit 695 000 Mitgliedern in rund 1800 Vereinen setzte damit den eingeschlagenen Kurs fort.

Der Turntag des Schwäbischen Turnerbunds (STB) in Göppingen bot in diesem Jahr zwar keine Wahlen, dafür aber eine aktive inhaltliche Auseinandersetzung über die Zukunft des Turn- und Sportvereins. Neben der parlamentarischen Versammlung, standen auch Gruppenarbeit und eine Podiumsdiskussion auf dem Programm. "Turn- und Sportvereine müssen attraktive Inhalte erstellen, um unsere Gesellschaft auch in Zukunft zu bewegen und so auch für Begegnung zu sorgen. Ein Beispiel dafür ist die Turn-WM Stuttgart 2019. Durch so eine Spitzensportveranstaltung wollen wir neue Zeichen setzen und mit diesem Impuls im Rücken, Gerätturnen zu einer beliebten Sportart für Jugendliche entwickeln", sagte Wolfgang Drexler, Präsident des Schwäbischen Turnerbunds.

Der Turntag des größten Sportfachverbands in Baden-Württemberg zog natürlich auch jede Menge Prominenz an. So stärkte der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl der Turnbewegung den Rücken: "Sie alle sorgen für ein gutes und soziales Miteinander im ganzen Land. Sie alle sind Aushängeschilder des Ehrenamtslandes Baden-Württemberg und das Salz in der Suppe unserer sozialen Welt." Auch zum Thema Digitalisierung äußerte sich der Minister positiv in Richtung STB: "Sie als Verband sind gut gerüstet und echte Vorturner in Sachen Digitalisierung. Aber wichtig ist auch das richtige Verhältnis zwischen digital und analog. Die Digitalisierung bietet gigantische Chancen, wie mehr Bequemlichkeit und Wohlstand für unsere Gesellschaft. Aber Sinn oder Liebe gibt es woanders. Zum Beispiel im Verein." Besonders das vom Schwäbischen Turnerbund in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Turnerbund entwickelte Workbook begeisterte den Politiker: "Sie haben mit dem Workbook eine tolle Arbeitsgrundlage erstellt. Ich war ganz von den Socken, als ich das Werk durchgeblättert habe. In meinem ganzen Leben habe ich so etwas noch nicht in den Händen gehalten. Das ist durch hochprofessionelle und liebevolle Arbeit entstanden."

Keynote-Speaker Peter Martin Thomas, Leiter der SINUS:akademie, nahm die Vorlagen seiner Vorredner auf: "Wir leben in einem Zeitalter der sozialen Beschleunigung. Zeit wird eines der wertvollsten Güter werden und Vereine haben ein riesen Potenzial, auf dieses Thema einzusteigen. Ich rate ihnen: Hören Sie auf in 'entweder - oder zu denken', sondern in 'sowohl als auch'. Das tun die jungen Menschen auch. Entscheidend ist: wer weiß, was Menschen bewegt, kann sie auch bewegen."

Göppingens Oberbürgermeister Guido Till lenkte das Augenmerk unter anderem auf die möglichen Synergieeffekte: "Für mich ist die Durchlässigkeit das oberste Gebot. Dabei darf es keine Tabus geben. Im Verein müssen Kompetenzen und Erfahrungen von allen miteinbezogen werden und das unterstützen wir auch."

Nicole Razavi MdL, Präsidentin des gastgebenden Turngaus Staufen sagte: "Ich freue mich, das heute nach 58 Jahren wieder einmal ein Schwäbischer Turntag in unserem Turngau stattgefunden hat", und fügt mit Blick auf die kommenden Herausforderungen hinzu: "Manchmal ist weniger mehr. Wir sollten uns mit unseren Vereinen auf ein tolles, hochqualitatives Angebot konzentrieren, das wir mit unseren Ehrenamtlichen stemmen können."

Der nächste Turntag findet im Jahr 2020 voraussichtlich in Sigmaringen statt.

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